Warum Ärzte, Therapeuten & Pflegekräfte sich selbst oft vergessen und wie das Nervensystem darunter leidet
Shownotes
Menschen in der Gesundheitsbranche geben täglich alles für ihre Patienten, ihre Klienten, ihr Team. Ärzte, Therapeuten, Pflegekräfte, Osteopathen, Physiotherapeuten: Sie wissen genau, wie Hilfe aussieht. Und trotzdem sind sie oft die Letzten, die sie sich selbst erlauben. 🥼🩺👩🏼⚕
In dieser Folge spreche ich über das Paradox der helfenden Berufe: Warum gerade die kompetentesten Menschen am längsten warten, bevor sie sich Unterstützung holen. Warum Perfektionismus, Identität und Scham dazu führen, dass das eigene Nervensystem jahrelang auf Hochtouren läuft ohne dass es jemand bemerkt. Auch man selbst nicht.
Ich teile die Geschichte einer Ärztin, die ich begleitet habe vom Funktionieren wieder zurück ins Spüren. Du bekommst außerdem drei konkrete Impulse, wie du anfängst, dir selbst gegenüber genauso fürsorglich zu sein wie gegenüber deinen Patienten.
Diese Folge ist für dich, wenn du in einem Gesundheitsberuf arbeitest oder jemanden kennst, der sich über ein bisschen Unterstützung freuen würde.☺️
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00:00:00: Herzlich willkommen im Seelenstudio Podcast.
00:00:03: Dein Raum für die Themen Hochsensibilität, Achtsamkeit, Erdung und Selbstregulation im Alltag!
00:00:09: Mein Name ist Luise Hagedorn und ich möchte dass du dich als sensible Frau sicher frei und lebendig in deinem Körper fühlst.
00:00:17: Schön das du da bist.
00:00:24: Hallo, herzlich willkommen zur heutigen Folge.
00:00:28: Schön, dass du wieder da bist oder vielleicht auch zum ersten Mal heute reinhörst nach einer klitzekleinen Pause.
00:00:33: vorerst wird es den Seelstudie-Podcast im zweiböchigen Rhythmus geben das heißt jeden zweiten Sonntag kommt eine neue Folge für dich raus und hier geht es darum, dass Du wieder bei dir und bei Deiner Seele ankommst Dass Du nicht nur funktionierst sondern wirklich wieder lebst dass wir im Körper ankommen, bei uns selber ankommen und einfach weder unsere Essenz in uns spüren.
00:00:55: Heute spreche ich über Menschen in der Gesundheitsbranche das heißt Ärzte, Therapeuten, Pflegekräfte, Osteopathen, Physiotherapeuten.
00:01:02: all ihr seid jetzt gefragt und angesprochen.
00:01:05: Menschen deren Job es ist anderen zu helfen jeden einzelnen Tag.
00:01:09: meistens liebt ihr euren Job aber was ich feststelle dass auch Coaches oder generell ich sag mal Gesundheitstherapeutin oftmals sich selbst dabei vergessen.
00:01:18: Und die schlechtesten Patienten sind für alle anderen alles geben, aber sich selbst damit vergessen.
00:01:24: und deswegen möchte ich dir heute eine Frage stellen, die vielleicht weh tut Wer hilft eigentlich dir?
00:01:30: Denn es gibt einen Fondomenen was ich immer wieder beobachte dass ja ihr... Ich sag jetzt mal ihr oder vielleicht auch du zum Beispiel Ärztin Bist oder einfach auch Gesundheitscoach und tagtäglich in einem Beruf arbeitest wo's besonders intensiv ist.
00:01:47: Da ist die Last einfach sehr, sehr hoch große Verantwortung stark sein müssen funktionieren müssen intensive Arbeitszeiten wenig Zeit pro Patient viel fachliches Wissen vielleicht auch männliche Strukturen Hierarchien Konstrukte die einfach dieses Gesundheitssystem mit sich bringt.
00:02:07: Und da muss man performen, ja?
00:02:08: Das ist ganz klar.
00:02:09: Ihr müsst professionell sein.
00:02:11: Man muss dann irgendwie alles immer im Kopf haben.
00:02:14: Es ist eine Arbeit die auch oftmals sehr analytisch ist weil es einfach natürlich auch um Diagnosen und um Krankheitsbilder geht.
00:02:21: Ich bin jetzt nicht in dem therapeutischen Bereich das möchte ich an der Stelle nochmal klar abgrenzen.
00:02:28: Ja, Coach, Yoga-Lehrerin, Meditationslehrerin habe aber eben Expertise aufgebaut in verschiedenen Bereichen rund um das Nervensystem.
00:02:35: Emotionen, Körperarbeit und Co.
00:02:37: Und erlebe das eben durch meine Klienten Unter anderem auch eine Ärztin, die ich begleitet habe über längere Zeit.
00:02:45: Was es mit einem macht wenn man in so einem System ist?
00:02:48: Wenn man den Job einerseits liebt und gerne für die Pizzernen da ist weil auch ich ja als Coach oder irgendeinen Berater Begleiter das sind oftmals Menschen die gerne helfen.
00:02:57: Ja also das haben wir ja alle gemeinsam.
00:02:59: Wir wollen was Gutes tun wir wollen dem menschen körperlich seelisch emotional helfen.
00:03:04: Aber bei denen die jetzt wirklich in sage ich mal diesem klassischen gesundheitskonstrukt drin sind, wo es auch wirklich einfach einen akademischen Laufbahnbedarf und Zertifikate und vieles drumherum geht es eben nochmal viel tiefer.
00:03:19: Und wenn da ja so viel Druck entsteht dann ist es irgendwann vielleicht logisch dass dein Körper sich da bemerkbar macht und dass du versuchst natürlich für jeden alles zu geben aber dann vielleicht am Ende selbst ein bisschen hinten runter fällst weil eben gar nicht der Raum und die Zeit dafür da ist, dass du jetzt super viel Pause machen kannst oder dass du mega entspannt da mal umherschlendern kannst.
00:03:51: Weil eben da die Uhr tickt das Telefon klingelt, der Pieper geht wie auch immer.
00:03:56: Und warum ist es so?
00:03:57: Lass uns da gerne nochmal ein bisschen tiefer gehen, warum es dann genau so schwer fällt selbst Hilfe anzunehmen wenn man das eigentlich bei ist und vielleicht sogar auch im Studium gelernt hat, was einem gut tut.
00:04:09: Und wo auch die eigenen körperlichen Grenzen liegen und dass auch den Patienten oder Kunden weitergibt aber eben selber irgendwie nicht so richtig damit zurechtkommt.
00:04:18: Da ist glaube ich der erste Grund auch ein bisschen die Inidität.
00:04:21: Das heißt du bist vielleicht eine Person, die jahrelang gelernt hat durch die Ausbildung des Studiums wie auch immer stark zu sein.
00:04:30: Das ist ein Teil von dir geworden, ja das ist nicht nur ein Job den du tust sondern es wird dann irgendwann zu einer Identität.
00:04:36: ich bin die Person die hilft, die performt, die da ist und abrufbar ist, die sofort rennt, die immer eine Lösung hat.
00:04:44: Dann bedeutet er plötzlich dieses Hilfe annehmen was Du selber eigentlich für andere machst dass Du selber nicht stark genug bist zumindest in Deiner Interpretation.
00:04:52: vielleicht hast Du den Gedanken Ich bin nicht gut genug, ich versage.
00:04:56: Ich weiß es doch besser und das kann ich zum Teil sehr, sehr gut nachvollziehen weil eben auch viele Ausbildung weiter Bildung gemacht habe in diesem Kontext und es mir auch vor zwei drei Jahren noch mal schlechter ging Und ich den auch das Gefühl hatte, hey, das kann doch nicht sein Luisa.
00:05:10: Du weißt so viel du hast so viele theoretisches gelernt.
00:05:13: Warum kannst du dich jetzt da selber nicht durch begleiten?
00:05:16: Ja vielleicht kommen auch Kommentare von außen so warum bist du so schwer drauf oder so schlecht drauf und warum schläfst du so schlecht und es müsstest du doch hinkriegen?
00:05:26: ja dann ist natürlich nochmal schwerer da wirklich sich einzugestehen dass es gerade nicht so rund läuft und dass man daran vielleicht was ändern könnte oder sollte.
00:05:35: Der zweite Grund ist auch der Perfektionismus Gerade in der Medizin zeigen auch Studien ist die Fehler-Toleranz einfach super niedrig.
00:05:43: Du darfst logischerweise keine Fehler machen, nicht immer stirbt dem Patient dann weg.
00:05:47: Je nachdem wie du arbeitest, ist es natürlich noch mal ein anderer Kontext aber trotzdem geht um die Gesundheit eines Menschen das höchste Gut und da darf man natürlich keine Schwäche zeigen sonst würde alles zusammenbrechen.
00:06:01: dabei ist es eben oftmals gar keine persönliche Schwäche, sondern eben ein System was da einfach drum herum gebaut wurde wo wir als Frau auch vielleicht gar nicht richtig für geeignet sind weil das eben extrem belastend ist.
00:06:13: und auch das habe ich immer wieder von meiner Kunden gehört.
00:06:18: Hey!
00:06:18: Als Frau, du hast ein Zyklus.
00:06:20: Du hast ein unterschiedliches Energielevel.
00:06:21: Du hasst nicht jeden Tag die gleiche Performance, die du leisten kannst.
00:06:25: Es wird aber vorhin erwartet in zwölf Stunden, vierzehn wie auch immer.
00:06:30: Nachdschichten was auch immer und das ist halt super krass weil den Männer schon vom Prinzip her mehr Energie haben oder täglich eine gleiche Energiebasis haben und wir eben dann auch mal ein zwei Wochen weniger Energie haben.
00:06:44: trotzdem dann eben auf dem Programm steht Nachdienst, Schichtdienst.
00:06:48: Keine Pausen, emotionale Belastung und das ist natürlich krass.
00:06:54: Ja?
00:06:55: Das heißt wir reißen uns dann irgendwie zusammen weil wir denken ja andere brauchen mich Und ich habe mich auch für diesen Job entschieden Weil ich den vielleicht liebe und ich mag Auch helfen.
00:07:05: Trotzdem was jetzt da auch dahinter steckt Ist natürlich ein Nervensystem Was dauerhaft auf Hochtouren läuft.
00:07:11: Irgendwann bist du merkst es geht nicht mehr.
00:07:15: Und das ist das, was ich ja häufig beobachte.
00:07:16: Nicht nur im Gesundheitsbranche sondern auch bei vielen... ...ist ja auch Stress zur Normalität geworden.
00:07:23: Das ist der Normalzustand für viele.
00:07:25: Man sagt ja die Volkskrankheit wo.
00:07:27: ich denke mir, das ist eigentlich nicht gut so!
00:07:32: Ich denke wir sollten nicht alle darauf warten bis wir irgendwann in einem Burnout oder eine Angestörung oder Depression landen.
00:07:38: Sondern ganz egal was dein Job ist Du darfst und sollst auf dich aufpassen.
00:07:44: Ja, meine lieben Mädels da draußen!
00:07:46: Das ist so wichtig und das durfte ich auch lernen wirklich mir Hilfe zu nehmen durch den anderen Therapeuten, durch einen anderen Coach, durch familiäre Begleitung whatever.
00:07:56: was dir da hilft versuchen es anzunehmen in kleinen Schritten.
00:08:01: Und deswegen noch mal Grund Nummer drei warum wir da vielleicht auch selber uns nicht immer die Hilfe holen können Ist natürlich Charme Ja, vielleicht sogar der tiefste Grund.
00:08:11: Gerade bei Ärzten und Therapeuten sind es oft so unbewusste Gedanken wie ich sollte das selber in den Griff kriegen?
00:08:17: Ich habe doch die Werkzeuge!
00:08:19: Wer sagt dass...ich das nicht hinkriege?
00:08:22: Was sagt das über mich aus wenn ich jetzt Hilfe annehme ja?
00:08:25: Und es saug genau das aus du bist ein Mensch.
00:08:30: Ja und jeder hat mal zeitlos einem nicht gut geht.
00:08:32: oder ja es gibt auch keine Ahnung Psychotherapeuten, die selber mal Probleme in der Ehe haben und dann sich mal eine Auszeit nehmen oder selber mal krank werden.
00:08:41: Oder ja einfach bei sich selber haben wir immer blinde Flecken.
00:08:47: auch ich kann mich nicht bei jedem Thema durchcoaching Ich kann mir nicht immer die perfekte Yoga Übung zeigen um mein Leben zu retten.
00:08:52: so Ja das sind alles Hilfsmittel und Tools Und es hilft meinen Klienten und meinen Kunden und den Menschen die meine Kurse besuchen.
00:09:01: aber Das ist, glaube ich so ein Vorurteil, so einen Klischee womit ich mal aufräumen möchte.
00:09:06: Weil das ist für mich auch selbstversorgend.
00:09:08: Es ist für me auch körperliche Arbeit zu sagen wir dürfen einfach bei uns ansetzen und es ist ganz wichtig.
00:09:16: Und das darfst du dir bitte auch zugestehen und erlauben.
00:09:20: vor allen Dingen ja von dem Einfall wo ich eben schon gesprochen habe würde ich gerne nochmal kurz darauf eingehen.
00:09:25: was war da der Fall?
00:09:28: Eben eine Ärztin in der Klinik, Neurologie und Neurochirurgie.
00:09:34: Wo eben auch viel gefordert wurde, wo sie dabei ist da gerade alles unter einen Hut zu bringen versucht ihr Bestes zu geben.
00:09:43: aber was waren die Symptome mit dem Sie zu mir kamen?
00:09:46: Sie hat schlecht geschlafen, sie hat funktioniert und vor allen Dingen irgendwie aufgehört zu fühlen.
00:09:50: das war irgendwie gefährlich es war soviel, es war zu laut.
00:09:53: Aber ist sie sehr feinfühlig, sehr sensibel.
00:09:56: Und gerade als Frau ist es glaube ich schwierig, wenn wir in so einer Männerdominierten Branche sind.
00:10:01: Gerade wenn wir jetzt auch mal so Richtung Oberärzte, Chefärzte und sowas gehen.
00:10:05: das ist ja eben oftmals noch sehr männlich geprägt und wenig weibliche Führungskräfte da oben.
00:10:12: Dass da einfach gewisse Erwartungen mitschwingen, dass da gewisse Dinge und Druck einfach herrschen, wo man versucht natürlich mitzuhalten Und dann alles fühlen und spüren, und sein.
00:10:26: Für sich selbst Sorgen und mit sich im Rheinensein total hinunterfällt weil eben alles nach Zeitplan geht.
00:10:32: es ist alles durchgetaktet Es geht um To-Do-Listen, Fallakten, Krankheitsbilder.
00:10:38: Man muss sich schnell auf irgendwas anderes einstellen und da performen Menschenleben retten oder zumindest zur Genesung beitragen Und da irgendwie Raum für sich selber, für die eigene Lebendigkeit.
00:10:51: Für die eigene Kreativität zu haben kommt oftmals zu kurz und das ist eben das womit sie zu mehr kamen.
00:10:56: wo wir dann gemerkt haben da dürfen wir mal ansetzen.
00:10:58: ja und diese Kopflastigkeit die dahinter steckt weil einfach durch das Studium durch die Ausbildung in den Gesundheitsbranchen viel gefordert wird von dem Verstand es wird viel geforderter als viel lernen viel wissen dahinter analysieren, was steckt dahinter?
00:11:15: Was könnte sein.
00:11:16: Welche Therapie Methode funktioniert am besten dass dieses hey ich spür mal wer ich bin und was ich gerade brauche und ich habe Raum und Zeit und Spontanität überhaupt gar nicht mehr stattfindet.
00:11:29: ja da wird das einfach nur abgerufen was sozusagen jahrelang gelernt wurde.
00:11:36: und da haben wir eben angesetzt in der Arbeit zusammen zu sagen hey mit kleinen Inseln mit kleinen Übungen, Bodenarbeit, Körperspüren, Atemübungen Stück für Stück wieder im Körper ankommen.
00:11:48: Mit somatischen Übung arbeiten und das Nervsystem zu regulieren um erstmal Sicherheit aufzubauen.
00:11:54: Um den Fokus von aus nach innen zu ziehen vom Kopf in den Körper.
00:11:58: und das braucht Zeit es braucht Geduld.
00:12:01: und Stück für stück haben wir da eben aber Fortschritte gemacht.
00:12:04: weil Sie plötzlich wieder Zugang zu ihren eigenen Bedürfnissen hatte.
00:12:08: Und sie wusste vorher gar nicht so richtig, was sie wollte und wo es hingeht... ...und gab eben auch noch Thematiken in der Beziehung.
00:12:15: Das hat natürlich den Auswirkungen auf andere Lebensbereiche.
00:12:19: Und irgendwann ist das normal.
00:12:21: Man meist gar nicht, dass man diesem Hamsterrad steckt weil sich das einfach schon Jahre aufgeschaukelt hat,... ...dass man gar nicht mehr diese Metaperspektive
00:12:28: findet.".
00:12:28: Deswegen haben wir der Stück für Stück daran gearbeitet und den Zugang zum Körper wieder hergestellt.
00:12:33: Und dann war auf einmal wieder ganz viel möglich, ja?
00:12:35: Sie hat besser geschlafen!
00:12:37: Sie konnte besser abschalten auch nach dem Dienst, wieder Feierabend machen... sie konnte wieder kreativ sein, sie hatte wieder angefangen zu backen, zu häkeln, er hat sich gespürt, konnte wieder Routinen nutzen natürlich so weit es halt geht.
00:12:51: das ist alles zeitlich natürlich trotzdem begrenzt Und hat sich dann auch von einer toxischen Beziehung verabschiedet, ist jetzt wieder total bei sich und entdeckt sich und ihren Körper wieder neu.
00:13:01: Das hat sich auch noch mal was berufliches entwickelt!
00:13:04: Sie bildet sich weiter und wir haben das Ganze nochmal verlängert und es ist total schön für mich zu sehen wie denn so ein Mensch oder eine Frau wieder lebendig wird und authentisch wird weil sie wieder sich erlaubt selbst zu sein und trotzdem in diesem Arbeitskontext performen kann.
00:13:22: Falls du jetzt zuhörst und auch an so ein Job bist, mitgeben möchte.
00:13:27: Es ist nicht immer notwendig den Job zu kündigen oder irgendwie alles hinzuschmeißen.
00:13:31: Weil das ja auch eine Angst, die dahinter steckt.
00:13:33: Wenn ich jetzt irgendwie weiß ich nicht durchhalte dann bricht alles zusammen.
00:13:38: Dann muss ich kündige oder ich werde gekündigt Und dann ist meine Traumkarriere für immer vorbei.
00:13:42: wie auch immer Das muss eben nichts sein.
00:13:45: Wichtig dafür ist aber eben dass wir rechtzeitig eingreifen weil wenn wir halt zu lange warten habe ich auch immer wieder in den Gesprächen festgestellt, dann wird es halt immer schwieriger daraus zu kommen aus diesem Stressmodus.
00:13:58: Weil eben so viele Schutzmuster und Stresszyklen schon am Werk sind die wir täglich durchlaufen.
00:14:04: das ist sowieso eine Mauer wo wir denn durch müssen dass es natürlich immer krasser wird oder dass dein Körper immer mehr Symptome hat die man dann irgendwann nicht mehr wegdrucken kann.
00:14:16: Ja, ihr als Experten wegbrecht.
00:14:18: Und das ist natürlich der Worst Case, den wir nicht haben wollen weder für dich noch für das Gesundheitssystem dass dann die Helfenden Menschen wegfallen weil einfach der Stress zu groß war ... und dann eben nichts mehr präventiv funktioniert, sondern wirklich nur noch... ... ja von vorne anfangen wieder komplett resetten.
00:14:34: Und dann dieses Zurückarbeiten wirklich auch ein, zwei Jahre da war.
00:14:37: Und dieses Krankengeld oder dieses Auswahlgeld was du denn zahlst ist eben viel höher.
00:14:41: der Preis ist viel höher als wenn du jetzt schon erlaubst dir Stück für Stück da vielleicht ein paar Impulse zu holen, ein paar Auszeiten irgendwie möglich zu machen.
00:14:49: Wenn du da gar nicht weiß wie du ansetzen solltest, dann schreib mir super gerne oder ja Google einfach, hole die Hilfe Teile dich mit deinen lieben Freundinnen oder auch einfach den engsten Menschen.
00:15:01: Ich weiß es ist manchmal die Hürde groß, auch den Liebsten davon zu erzählen oder natürlich Kollegen davon zu erzielen wenn man eigentlich innerlich sich ganz anders fühlt irgendwie das total gerne macht aber merkt dass geht voll gegen meine Grenzen und ja... Das ist eben dann nicht leicht aber ich denke trotzdem der richtige Weg da Stück für Stück einfach zu versuchen einen anderen Weg einzuschlagen.
00:15:26: Ich möchte jetzt zum Abschluss noch ein paar Impulse mitgeben, die dir da vielleicht helfen.
00:15:31: Erkenne erstmal den Stress als solchen an.
00:15:35: Ja weil wenn du schon lange unter Strom stehst fühlt sich das wie gesagt manchmal normal an.
00:15:41: Das ist aber kein Zeichen von Stärke wenn du durchhältst.
00:15:44: Dass es eigentlich nur einen warten bis es zusammenbricht.
00:15:47: Weil dein Nervensystem hat sich daran angepasst.
00:15:50: Aber Anpassung bedeutet nicht dass es dir gut geht.
00:15:53: Also frag dich wirklich mal ehrlich.
00:15:54: Wann hast du das letzte Mal abgeschaltet?
00:15:57: Und ich meine jetzt nicht, dass du nach Hause kommst, dich fürs Fernsehen setzt, Netflix, Instagram scrollt, irgendwas suchtest, dich mit Süßigkeiten vollstopfst ins Bett gehst und den nächsten Tag wieder das gleiche durchziehst in der Hoffnung, dass es irgendwann besser wird sondern wirklich, dass Du Dich mal ruhig gefüllt hast, dass da eine Stille war, dass dann eine Leichtigkeit da war, Dass Du Raum hattest, dass sie präsent warst.
00:16:23: Und ich meine jetzt nicht nur, wenn du drei Wochen Urlaub hast.
00:16:26: Weil meistens reicht dir sogar Urlaub nicht mehr aus oder das Wochenende um sich zu erholen weil eben die Erschöpfung schon so tief liegt.
00:16:35: Frag dich einfach wann war der letzte Zeitpunkt wo du wirklich sicher warst?
00:16:40: ruhig warst reguliert warst in der Freude warst dich verbunden gefühlt.
00:16:46: Zeit hat es, Gespräche zu führen in Verbindung zu sein mit anderen und nicht aus Druck sondern einfach aus Spaß heraus.
00:16:53: Der zweite Impuls – Hilfe annehmen ist eine Kompetenz und das ist nichts was wir automatisch können.
00:17:00: Manchmal fällt uns das wirklich auch schwer Gerade wenn du gelernt hast, stark zu sein.
00:17:05: Und es kann sein deine Eltern hatten einen gleichen Job.
00:17:08: Es ging um Leistung, es ging durchziehen und gute Noten.
00:17:11: nur dann war irgendwie Liebe da oder dann war Wertschätzung und Nähe da.
00:17:15: Dann wird das abgespeichert im System.
00:17:18: Ich muss performen ich muss leisten und diese Fähigkeit müssen wir üben dass wir klein anfangen zu sagen, hey heute geht's mir nicht so gut.
00:17:26: Heute brauche ich eine Pause.
00:17:28: Ich sage mal einen Termin ab oder ich bitte mal jemandem Hilfe.
00:17:31: kannst du mir mal was abnehmen?
00:17:32: Kannst du mir immer etwas mitbringen?
00:17:34: Kannste mal für mich kochen?
00:17:36: Kannest du mal dies, kannst du mal das?
00:17:38: Ja es muss nicht die super große perfekte Lösung gerade sein.
00:17:41: fangen wir den Mini Steps an um zu verstehen und auch um die Erfahrung zu machen, dass ist für dich sicher ist, dass es okay ist mal was abgegeben Weil vielleicht hast du eben gelernt Verantwortung zu übernehmen, weil das früher keiner für dich getan hat oder immer erwartet wurde und dann das mal loszulassen.
00:18:02: Das fühlt sich für dein System unsicher an!
00:18:05: Und dass ist eben die Nervensystemarbeit wo ich ansetze zu sagen hey wir können das umlernen und trotzdem dabei sicher und stark und stabil bleiben ja?
00:18:14: Und der dritte Impuls Du kannst anderen nicht geben was du dir selbst nicht gibst Und es ist kein blödes Zitat oder Kalendarspruch, das ist Neurobiologie.
00:18:25: Wenn dein Nervensystem chronisch dysreguliert ist kannst du zwar weiter helfen ja du stehst auf und machst deinen Job Du wirst sicherlich auch den Patienten irgendwie zur Seite stehen aber du kannst dich selbst nicht mehr komplett co-regulieren Ja, dann weißt du das Ganze nur theoretisch.
00:18:40: Also ihr habt dann das Wissen ja wie es sein könnte und was man im akut Fall machen könnt und wie man kontaktieren könnte.
00:18:48: aber ihr macht eben selber nicht und dass ist das was Du wieder lernen darfst das in die Praxis zu bringen.
00:18:54: Deswegen finde ich das sogar ganz gut dass ich sogar eigentlich so ein bisschen aus einer anderen Branche komme oder nicht komplett diesen klinischen Kontext habe, weil ich dadurch nicht befangern bin.
00:19:03: Ich kann das von außen sehr gut halten und sehen und spüren und eben begleiten.
00:19:09: Und darum geht es dass wenn du dich da jetzt angesprochen fühlst dir den Raum gibst dann wieder in diese praktische Umsetzung zu kommen ja?
00:19:17: Und dann ist das die beste Investitionen die du machen kannst!
00:19:20: Nicht nur für deine Patienten, für deine Kinder, für dein Familie sondern für Dich selbst.
00:19:26: nicht nur alles andere zusammenhältst, sondern dass du dich zusammenhältest.
00:19:29: Ja?
00:19:30: Also das wünsche ich mir, dass wir uns als Frauen und auch einfach an diesen helfenden Berufen immer auch selbst wieder in die erste Stelle setzen.
00:19:37: Und es ist nicht egoistisch!
00:19:39: Das ist nicht irgendwie abgeroben, sondern... ...das ist das was viele einfach lange nicht gemacht haben.
00:19:45: Was vor vielen zu kurz kommt ja und vielleicht kennste auch jemanden dem diese Folge einfach helfen könnte.
00:19:51: Wenn das jetzt auf dich nicht hundertprozentig zutrifft, hast du vielleicht eine Freundin wo du weißt hey der geht's vielleicht so und die traut sich das nicht auszusprechen dann ist es vielleicht ne kleine Geste die du heute machen kannst.
00:20:04: oder wenn du eben selber das Gefühl hast dass du da noch ein bisschen tiefer reingehen möchtest in die Arbeit mit deinem Körper mit einem Nervensystem den Emotionen und alles was unter der Oberfläche schlummert wo du noch nicht so richtig weiß wie das zusammenhängt weil du vielleicht wie nur die äußeren Symptome spürst, zum Beispiel eine Anspannung, eine Unruhe, ein Herzrasen.
00:20:22: Eine Verwirrtheit, einen Denken, den Gröbeln was nicht aufhört.
00:20:26: dann steckt da eben oftmals etwas dahinter und das können wir uns ja sehr gerne einfach mal zusammen anschauen.
00:20:31: schreibt mir gerne einfach einfach wieder als Kommentar hier unter der Folge lasst mir gerne ein Abo da.
00:20:36: auch auf Spotify freue ich mich sehr.
00:20:38: kannst du mir auch bei Instagram schreiben, kommentieren.
00:20:41: Ihr könnt auch einfach ein kleines Vorgespräch führen um zu schauen was da vielleicht möglich ist ganz ohne Druck sondern einfach mal zu gucken dass es eine Ist-Situation.
00:20:49: und dann freue ich mich über alle Impulse und Gespräche die da zustande kommen.
00:20:53: wir dürfen uns da definitiv gerne alle ein bisschen selber unterstützen und fernändernder sein und uns Frauen weiterhin empowern.
00:21:01: deswegen wünsche ich dir alles Gute.
00:21:03: passt auf euch auf.
00:21:05: ja Ich weiß in der Theorie Du weißt das das geht Aber jetzt ist auch mal ein bisschen Zeit, dich dem Ganzen praktisch zuzuwenden.
00:21:12: Ja?
00:21:13: Schön dass du heute da warst!
00:21:14: Alles Liebe bis zur nächsten Folge Deine Louisa.
00:21:19: So das wars auch schon mit der heutigen Folge.
00:21:22: Ich hoffe dir konntest einiges für Dich mitnehmen.
00:21:24: ich freue mich auf nächste Woche und sag bis dahin fühl Dich gedrückt und lass es Dir gut gehen.
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